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PRESSE

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Artikel erschienen in Tips Perg, Woche 20/2017

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Artikel erschienen in der Kleinen Zeitung, Graz am 25.2.1016

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Artikel erschienen im Bezirksblatt Klosterneuburg

Mit ungewöhnlichem Theaterstück will der neue Kulturverein „ArgeLeute“ groß durchstarten.

ST. NIKOLA (mikö). Ein Theaterstück wird im Oktober serviert: Die Inszenierung „Mahnmahl“ feiert Oberösterreich-Premiere. Die Besucher sitzen dabei mit den Schauspielern an einer Festtafel und sind im Stück mittendrin. Die Fäden hinter den Kulissen ziehen Mona May und Christian Handler, die in St. Nikola leben. May hat das Stück „Mahnmahl“ selbst geschrieben und führt Regie, sie wird von Handler als Produktionsleiter unterstützt. Am 1. Juli haben die beiden den Kunst- und Kulturverein „ArgeLeute“ in St. Nikola gegründet. Zwei weitere fertige Stücke hat May bereits in der Schublade. Nun steht aber die Premiere von „Mahnmahl“ am Programm. Die Inszenierung wurde vor einigen Jahren in der Steiermark aufgeführt. Als Teil der fünfstündigen Mega-Produktion „Uxus“. Heute handelt es sich bei „Mahnmahl“ um ein eigenständiges Werk.
Schmerz verbindet
Beim Stück reichen die Schauspieler dem Publikum sogar Brot und schenken tatsächlich und symbolisch reinen Wein ein: „Mahnmahl“ erzählt eine Geschichte, in der die Zuschauer Gäste an einer großen Tafel sind. Üblicherweise wird bei einer festlichen Trinkgesellschaft feuchtfröhlich geplaudert. Nicht bei dieser Produktion. In Form der sechs Profi- Schauspieler meldet sich das schlechte Gewissen zu Wort. Verdrängte Schattenseiten kommen zum Vorschein: Archaische Themen wie Mord, Sex, Alkohol, Frauen- und Männerbilder, Bezug zu NS, Vergessen, Verdrängen, aber auch Hoffnung, Lust, Emotionen. „Das Stück thematisiert die Moral, es soll berühren aber nicht belehren. Wenn es eine Botschaft gibt: Trotz der Schwere gibt es immer einen Hoffnungsschimmer“, sagt Christian Handler. Mona May ergänzt: „Es geht darum, was uns als Kollektiv verwundet, verletzt und bedroht. Eine Spurensuche: Wie kommt es dazu, dass es so viel Grausamkeit auf der Welt gibt? Der Schmerz ist etwas, das uns verbindet und nicht trennt. Hinschauen ist heilsam.“ Das hat May am eigenen Leib erfahren: „Ich bin sehr krank geworden und habe 2011 mit allem aufgehört, dann bin ich immer kränker geworden und wusste: Wenn ich zurückhalte, was ich bin, werde ich noch kränker, ich muss was tun.“ May hat viele Jahre lang größere Produktionen inszeniert und stammt aus Perg. Begonnen hat sie als Tänzerin und Stückschreiberin. 2016 will man auf Österreich-Tournee gehen und plant zumindest 60 Auftritte, die Tournee soll sich auf Deutschland und sogar nach London ausweiten.

Artikel erschienen in der BezirksRundschau Perg am 18.09.2015


Im Angesicht des Lebens
„Mahnmahl“ – Ein Tisch-Theater geht unter die Haut

Von Bernhard Leitner
SARMINGSTEIN. Es ist keine leichte Kost, die dem Publikum beim derzeit im Strudengauhof in Sarmingstein laufenden Theaterstück „Mahnmahl“ serviert wird. Nichts, das man eben so schnell nebenher konsumiert. Aber wer sich darauf einlässt, wird nach eineinhalb Stunden beeindruckt den Speisesaal verlassen. Dort, an einer fein gedeckten Tafel, sitzen die Schauspieler mitten im Publikum. In aufwühlenden, teils verstörenden Monologen greifen sie die großen Themen der Menschheit auf: Gewalt, Egoismus, Sex, Falschheit, aber auch Empathie, Freiheit, Liebe und Hoffnung. Dazwischen wird das Glas erhoben: „Schmeckt er nicht süß der Wein? Aus Trauben gegoren – so purpurn, wie er fließt!“

Ohne Pause jagen eineinhalb Stunden lang die Texte quer über die Tafel, ehe am Ende ein versöhnlicher Kanon die Besucher entlässt. Eine beeindruckende Leistung des Schauspiel-Ensembles und der Regisseurin Mona May.

Artikel erschienen in der Online Ausgabe der OÖN, am Donnerstag, den 5. November 2015


Ausverkaufte Premiere in Sarmingstein Erfolgreicher Auftakt der Tisch-Theater-Inszenierung MAHNMAHL

SARMINGSTEIN. (chan) Am Samstag feierte das MAHNMAHL Premiere in Sarmingstein. Im ausverkauften Festsaal des Strudengauhofs wurde 90 Minuten lang auf Burgtheater Niveau gespielt.

Durch die einzigartige Bühnensituation konnte das gespannte Publikum die Schauspielkunst von Stefan Ried, Ingeborg Mammerler, David Ketter, Rafael Witak, Christina Jägersberger und Clara Zeiszl hautnah miterleben. Zum Abschluss begeisterte Elisabeth Breuer mit einer Gänsehaut erzeugenden Arie.

Als das Ensemble den Schlusskanon anstimmte, stand das gesamte Publikum auf und sang mit. Für Regisseurin Mona May gab es wohlverdiente Standing Ovations.

Artikel erschienen in der BezirksRundschau Perg, am Mittwoch, dem 29.10. 2015


Das Mahnmahl:
Theater bei Tisch im Strudengau

Am Ende der Welt, pardon von OÖ, in Sarmingstein , (St. Nikola, Bezirk Perg) kündigte ein Wiener Ensemble für Samstag die Premiere des Stücks

„Das Mahnmahl“ an.

Der Saal im Strudengauhof ist festlich gedeckt. Sechs Schauspieler führen die Gäste an die Tafel, Brot und Wein sind aufgedeckt. Auch die Schauspieler nehmen Platz, eine gemeinsame noble Tischgesellschaft. Mona May, aus Perg stammend, lässt als Autorin und Regisseurin reinen Wein einschenken. Jedes Prost ist auch ein Anstoß für das Gewissen. Krieg, Mord, Schuld, Lüge, Sex, Nationalsozialismus, Frauenrechte, Alkohol, Flüchtlingsschicksal, Vergessen, Verdrängen: May packt bis zu Philosophien über Zeit, Tod und Existenz alle Schatten, Probleme und Abgründe der Menschheit in eine eineinhalbstündige Schauspiel- Performance. Als Autorin ist sie verliebt in Sprache und Metaphern, kundig in konkreter Lyrik, manchmal blitzt leiser Witz auf.Als Regisseurin kennt sie die Kunst der Pause. Damit schenkt sie Raum für Assoziationen und persönliche Empfindungen. Die Intensität der Schauspieler (Stefan Ried, Christina Jägersberger, David Ketter, Ingeborg Mammerler, Clara Zeiszl, Rafael, Witak, alle aus der freien Wiener Szene) und die Vielfalt der Darbietungen versöhnt mit dem beträchtlichen Maß an Moral und Belehrung. Mehr noch erleichtert die Frohbotschaft zum Schluss: ein Kanongesang, intoniert von den Schauspielern, in den das Publikum spontan einstimmt. Der harmonische Gleichklang aller Menschen ist also möglich.

Eva Hammer
Artikel erschienen im Neuen Volksblatt, am Dienstag, dem 27.10. 2015.