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DER VEREIN

Der Name

Das Wort arg ist bereits im altgermanischen nachgewiesen. Entwickelt hat es sich vermutlich aus dem indogermanischen Wortstamm ergh- , mit der Bedeutung sich heftig bewegen, erregt sein, beben. In späterer Zeit bekam das Wort arg die negativeren Bedeutungen böse, heftig, schlimm, übel, unangenehm, aber auch die positiveren Bedeutungen heftig, stark, mächtig.

Alle diese Bedeutungsebenen schwingen im Vereinsnamen mit und somit fasst dieser alles zusammen, wofür wir stehen:

Für bewegende und aufregende Kunst,
die auch die Schattenseiten des Lebens nicht ausklammert,
sondern umarmt und ihnen somit den Schrecken nimmt.

Entstehung

Der Verein argeLeute wurde am 1. Juli 2015 auf Initiative der Tanz- und Theaterschaffenden Mona May und des Journalisten Christian Handler ins Leben gerufen.

Das erste Projekt war die Neu-Inszenierung der Tischtheaterproduktion MAHNMAHL, das im Festsaal des Strudengauhofs in Sarmingstein OÖ erfolgreich zur Aufführung gebracht wurde. Das Stück wurde ebenso erfolgreich in Wien und Graz gezeigt und ist im Repertoire der argenLeute.

Ausrichtung

Der Mensch als soziales Wesen mit all seinen Bedürfnissen und Ausdrucksweisen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Unser künstlerisches Verständnis beruht auf der Wahrnehmung und auf der Verantwortung, die wir dieser Zeit und dadurch der Gesellschaft in der wir leben, gegenüber empfinden. Folgerichtig interessiert uns daher am Allermeisten alles, was uns als heutige Menschen bewegt oder in Bewegung bringt. Dabei geht es uns nicht darum traditionelle Werte fraglos über Bord zu werfen, sondern darum die Tradition als den Boden zu begreifen auf dem Neues gedeihen und wachsen kann.

Kunst berührt – so oder so, auch wenn sie kalt lässt

Mal nehmen wir uns kein Blatt vor den Mund, ein andermal sind wir scheu und verletzlich, um uns kurz darauf wieder laut und erbost zu den Umständen zu äußern oder uns ihnen, subtil fragend, mit einer vornehmen Geste zu entziehen, manchmal lächeln wir auch nur verschmitzt – nie aber sind wir lau.

Denn immer geht es darum, dem Menschensein auf der Spur zu sein. Und dabei geht es nicht darum, nur sich selbst, sondern auch den anderen näher zu kommen, die ja immer – und seien sie uns noch so nahe – die Fremden sind, weil sie anders sind, als wir selbst. Wie könnte das besser gelingen als durch Berührung, die sicherlich nicht immer sanft und zart sein muss.

Wir streben eine regionale ebenso wie eine österreichweite und internationale Zusammenarbeit mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern aller Genres und Sparten an. Dabei ist uns die kulturelle Belebung der Region, in der wir leben, ein ebenso wichtiges Anliegen, wie ein befruchtender Austausch und Dialog mit Künstlerinnen und Künstlern weltweit.

Unser Anliegen ist es, uns mit den verschiedensten Kunstinitiativen, Kulturplattformen, Veranstaltern und Institutionen zu vernetzen.

Unsere Projekte, Produktionen, Werke oder Installationen wollen wir sowohl an Theatern, in Spielstätten der Off-Szene, in Hallen und Museen als auch an ungewöhnlichen Orten spielen oder sie als Kunst im öffentlichen Raum präsentieren.